Kurfürst Friedrich I
Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Jörg Renner, sein Keller zu Weinsberg, auf seine Anweisung den vier Weinsberger Bürgern Heinz Hoffman, Hans Scharff (Scharffen) d. J., Hans Clingen und Berchtold Brünen den Hof unterhalb des Schlosses mit zugehörigen Äckern und Wiesen zu Erbbestand verliehen hat. Die Güter sollen geviertelt werden, wobei jeder Erbbeständer sein Viertel mit 50 Karch Mist versehen soll. Die Güter sind in gutem Bau zu halten, beim ihrem Verkauf soll dem Pfalzgrafen von jedem Gulden des Kaufpreises ein böhmischer Groschen (Behemischen) zufallen. Für den Bau von weiteren Häusern will der Fürst ihnen Bauholz Unterstützung (steuwerunge) leisten, wobei die Häuser dann bei dem Hof verbleiben sollen. Es folgt eine Beschreibung der insgesamt 29 Morgen Wiesen und 72 Morgen Acker mit genannten Anrainern, namentlich u. a. "Zeyners muelen unnder dem Wildenberg", "an der steinenbrucken", "Kraffts muelen", "am Hirßberg", "Schemmelßberge", "Steinmuler bronnen", "Spierer bronnen", der herschafft kruttgarten", "der holder acker". Von den Gütern sollen die Hofleute jährlich in Gemeinschaft 30 Malter Korn, 30 Malter Hafer Weinsberger Maß und 30 Malter Dinkel Heilbronner Maß zinsen und an den Kasten zu Weinsberg liefern
Kurfürst Friedrich I.
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